Belgischer Schäferhund: Infos zur Rasse

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Im 19. Jahrhundert entstanden in Belgien vier Hunderassen, die heutzutage unter der Bezeichnung “belgischer Schäferhund” zusammengefasst werden. Auch hier liegt, wie bei ihren nähsten Verwandten den deutschen Schäferhunden, der Schwerpunkt der Zucht bei der Verwendung als Arbeitshund bzw. klassischer Schäferhund für Hirten. Die vier Varianten des belgischen Schäferhundes sind:

  • Groenendael
  • Laekenois
  • Malinois
  • Tervueren

Schnellüberblick:
FCI-Standardnummer: 15
Schulterhöhe: 58cm – 62cm
Gewicht: 20 – 35 Kilogramm
Alter: 12 bis 14 Jahre
Verwendung: Schutz-, Arbeits- und Schäferhund

Geschichte und Zucht des belgischen Schäferhunds

Belgischer Schäferhund
Belgischer Schäferhund
Wie in ganz Europa gab es Ende des 18. Jahrhunderts eine Vielzahl an Rassen verschiedenster Hüte- und Treibhunde, die sich bis Ende des 19. Jahrhunderts stark verbreitet hatten. Als Gründer der Rasse ist hier ein gewisser Professor Reul, welcher am 29.09.1891 den Club du Chien de Berge Belge gründete. Zu diesem Zeitpunkt wurde sich nun verstärkt für die Rasse belgischer Schäferhund eingesetzt. 1891 wurde auch ein Rassestandard verfasst, in dem drei Varianten festgehalten wurden: Langhaar, Kurzhaar und Rauhhaar. Dieser Standard wurde im Laufe der Zeit bis heute auf 4 Varianten des belgischen Schäferhundes mit folgenden Merkmalen abgeändert.

  • Groenendael langhaarig, schwarz
  • Laekenois, rauhaarig
  • Malinois, kurzhaarig
  • Tervueren, langhaarig, rotbraun, falb, schwarz gewolkt

In der Zucht des belgischen Schäferhundes ist es verboten diese “Unterrassen” untereinander zu vermischen.

Der erste belgische Schäferhund in einem Zuchtbuch, war der Hund Malinois Vos de Polders. In den Niederlanden gibt es den gleichen Hundetypen, der hier allerdings als Hollandse Herdershond bezeichnet wird.

Die Rasse belgischer Schäferhund: Merkmale und Wesen

Training Belgischer Schäferhund
Training mit belgischen Schäferhund
Vergleicht man die Merkmale des deutschen Schäferhundes mit denen des belgischen, dann wird schnell deutlich, dass der belgische Vertreter ein wenig kleiner und leichter ist als sein deutscher Artgenosse. Achtet man auf den Körperbau, so ist der Hund ein wenig schmaler – auch der Kopf ist etwas kleiner. In vielen Fällen wird der belgische Schäferhund als “eleganter” Hund beschrieben. Der sportliche und etwas kleinere Körperbau macht den Hund sehr wendig und schnell. Dazu verfügt er über eine außergewöhnlich gute Sprungkraft. Das Fell ist sehr dicht und bietet dem Hund schon ab dem Welpenalter einen idealen Schutz gegen Nässe, Kälte und Hitze.


Alle Merkmale auf einen Blick:

  • Schulterhöhe zwischen 55cm (weibliche Hunde) und 62cm (Rüden)
  • Körperbau ohne Fett
  • Kleinerer Kopf als deutscher Schäferhund
  • Der Schwanz (oder die Rute) wird als Sichel oder herabhängend getragen

Belgischer Schäferhund: Wesen des Hundes

Rasse belgischer Schäferhund
Spieltrieb beim Schäferhund
Wie es nun mal in der Natur der Schäferhunde liegt, wird auch der belgische Schäferhund als Schutz- und Wachhund eingesetzt. Seine Verwendung als Arbeitshund zur Überwachung von Tierherden ist heutzutage nicht mehr allzuweit verbreitet, was aber im Wandel der Landwirtschaft begründet liegt. Zur Überwachung von Haus, Hof und Grundstücken allerdings wird die Rasse oftmals verwendet. Der Hund ist sehr wachsam – was auch im Wesen des belgischen Schäferhundes zum Ausdruck kommt. Er macht einen sehr wachsamen Gesamteindruck.

Besonders charakteristisch für den Hund ist seine treue Ergebenheit zu seinem Herrchen oder Frauchen. Hat er erst einmal Vertrauen, so ist der belgische Schäferhund ein treuer Freund und Begleiter. Er verteidigt seinen Besitzer gegen Angreifer und schützt die Familie – sein “Rudel”. Damit der Hund aber auch zu dem Hund wird, den man sich wünscht, braucht er eine strenge Erziehung und ein ausführliches sowie anhaltendes Hundetraining – schon im Welpenalter des Hundes ist das sehr wichtig. Da der Hund zu den intelligenten Hunderassen gehört, kann man ihm sehr viel beibringen.

Folgende Eigenschaften werden dem Wesen des belgischen Schäferhund zugeschrieben:

  • wachsam
  • ausgeglichen
  • nervenfest
  • gutartig bei guter Erziehung
  • aufmerksam und leicht zu Führen
  • belastbar
  • ausdauernd

Die Haltung des Hundes steht in einigen Kantonen der Schweiz unter Bewilligungspflichtig. Hier fällt der Hund also in die Liste der potentiell gefährlichen Hunde.

Achte bei der Futterwahl auf ein gutes Hundefutter.

Hier noch ein interessantes Youtube-Video zum Belgischen Schäferhund:

Hundeverband/Hundeverein:
Deutscher Klub für Belgische Schäferhunde e.V. Gunter Althoff
Radaustr. 43b
86199 Augsburg, Deutschland
Tel.: 08 21 99 82 13 76
Internet: www.dkbs.de

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