Jack Russell Terrier: Infos zur Rasse

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Ursprünglich stammt der Jack Russell Terrier aus Großbritannien. Aber auch hierzulande sieht man die lebendigen und furchtlosen Hunde sehr oft. Kein Wunder: Jack Russell Terrier sind liebevolle und verspielte Hunde. Zudem kann man dieser Hunderasse mit der richtigen Erziehung sehr viel beibringen. Aber auch seine Sturheit darf man nicht verschweigen, was ihn auch zu einem etwas schwierigen Hund machen kann.

Schnellüberblick:
FCI-Standardnummer: 345
Schulterhöhe: 25cm – 30cm
Gewicht: 5 – 6 Kilogramm
Alter: 13 bis 16 Jahre
Verwendung: Jagd- und Gebrauchshund

Herkunft und Geschichte

Jack Russell Terrier
Ein typischer Jacky
Wie schon erwähnt kommt die Hunderasse aus Großbritannien. Als Gründer der Rasse gilt der Namensgeber John (Spitzname Jack) Russell – ein englischer Pfarrer und begeisterter Jagdfan. Er züchtet zu Beginn des 19. Jahrhunderts eine spezielle Variante von Terrier. Schon zu Studienzeiten kaufte er sich einen Hund, den er auf den Namen “Trump” taufte – Trump gilt als die Mutter der Rasse. Und auch sie hatte die heute für die Rasse verpflichtende Farbe weiß. Übrigens gibt es ein bekanntes Foto der Hündin, welches sich im Besitz der Königin von England befindet.

Aber wie kam es zu der großen Verbreitung des Jack Russells und zur Anerkennung als eigene Hunderasse? Mitte des 19. Jahrhundert wurde die britische Kolonie Australien von einer Fuchsplage befallen. Zu deren Bekämpfung wurden aus England Hunde importiert, die direkte Nachkommen des ersten Jack Russell “Trump” waren. Das gute daran: durch die geringe Körperhöhe konnten die Hunde in die Fuchsbauten eindringen und die Füchse somit hinaustreiben. In Autralien wurde 1972 schließlich der Jack Russell Terrier Club of Australia gegeründet. Erst 2000 erfolgte die Anerkennung durch die FCI. Der FCI ist zudem die Aufteilung in den Parson Russell und den Jack Russell Terrier zu verdanken. Der Parson (aus dm Englischen: „Pfarrer“) Russell Terrier ist größer, der Jack Russell Terrier ist kurzbeiniger und etwas länger.

Wesen und Charakter

Jack Russell im Schnee
Jack Russell Terrier sind mutige Hunde
Der Jack Russell Terrier ist ein aktiver, wiederstandsfähiger und selbstbewusster Hund – eben ein klassischer Jagdhund. Er wurde dazu gezüchtet auch großes Wild zu verfolgen und ist daher auch ein wirklich furchtloser, mutiger Hund. Man muss aber auch erwähnen, dass Jack Russell Terrier einen angezüchteten Tötungswillen haben. Das hört sich nun fieser an, als es ist: bei der Jagd sollten die Hunde verletzte Tiere letztendlich zu töten. Dieses Instinkt haben aber viele Hunderassen. Ein weiches Maul, wie dies zum Beispiel Labradore haben, hat der Jack Russell Terrier allerdings nicht.

Durch seine Verwendung und Aufzucht als Jagdhund ist die Hudnerassen allerding auch für seine Sturheit bekannt, was Herrchen und Frauchen bei der Erziehung des Hundes oft vor gewisse Schwierigkeiten stellt. Daher ist es wichtig mit der richtigen Erziehung schon im Welpenalter zu beginnen. Zubehör für den Jack Russell gibt es im Haustiereinzelhandel und Großmärkten wie zum Beispiel Fressnapf.

Der Jack Russell Terrier ist trotz seines sturen Wesens eine wahre Frohnatur. Davon werden dir viele Hundebesitzer freudig berichten können, auch wenn diese gleichzeitig über die schwere Erziehung des Hundes klagen. Dazu eignen sich die Hunde wunderbar als Familienhunde. Jack Russell sind sehr kinderlieb und lassen sich auch von fremden Menschen schnell von deren guten Absichten überzeugen.


Äußere Merkmale

Der Jack Russell ist neben seiner geringen Körperhöhe an verschiedenen äußeren Merkmalen zu erkennen. Sein Fell MUSS überwiegend weiß sein. Dazu können Abzeichen in schwarz, braun oder gelb vorhanden sein. Dabei ist das Fell kurz. In der Rassedefinition wird es als glatt, rau- oder stichelhaarig beschrieben. Beim Spazierengehen sieht man mitunter auch komplett schwarze Jack Russell. Diese Varianten wurden früher sogar teilweise getötet, da niemand diese “nichtanerkannte” Variante haben wollte.

Doch zurück zu den äußeren Merkmalen:
Seine Ohren trägt der Hund leicht nach unten geklappt. Die Form ist dabei an einem V angelehnt. Der Schwanz wird als Rute herabhängend getragen, stellt sich aber in der Bewegung. Früher war das Kupieren (also das Kürzen) des Schwanzes erlaubt und üblich. Heute lässt man allerdings den Schwanz immer öfter in seine ursprünglichen Länge, was auch im Sinne des Tierschutzes sicherlich besser ist.

Die Höhe des Widerrist wird in der Rassedefinition mit 25 bis 30 Zentimetern angeben. Das ideale Gewicht liegt zwischen 5 und 6 Kilogramm, je nach Größe des Hundes.

Erziehung Jack Russell Terrier

Erziehung Jack Russell
Jackys brauchen eine strenge Erziehung
Wie dargestellt, ist der Hund ein Jagdhund. Er verfügt daher über eine gehörige Portion Intelligenz. Der Jack Russell ist aber auch ein sehr sturer Hund. Deswegen muss man bei der Erziehung sehr streng sein und schon im Welpenalter konsequent damit beginnen. Sonst wird aus dem Traumhund ganz schnell ein Terrorhund.

Wichtige erste Kommandos sind Platz, Sitz und Aus. Dabei sollte der Hund immer belohnt werden, wenn er etwas gut gemacht hat. Besonders wichtig ist auch, dass der ausgeprägte Jagdinstinkt des Hundes in der Erziehung nicht unterschätzt wird. Rückruftraining ist sehr wichtig.

Bei der Ausstattung des Hundes mit Leinen und Halsbändern sollte man die kleine Größe des Hundes beachten. Im Tierfachhandel findest du eine große Auswahl dazu.

Gesundheit Jack Russell Terrier

Zum Ende möchten wir dir hier noch einen kurzen Überblick rund um das Thema Gesundheit geben. Wie jeder reinrassiger Hund hat auch der Jack Russell Terrier bestimmte typische Krankheiten. Das bedeutet aber nicht, dass dies jeder Hund hat – es handelt sich hier lediglich um einen Überblick über mögliche (und typisch für die Rasse) Krankheitsbilder.

Um eine typische Erbkrankheit handelt es sich bei der Ataxie und Myelopathie, wobei es sich um eine Schädigung des Nervensystems handelt. Hierzu zählt dann auch das bekannte Muskelzittern, welches viele Terrierrassen haben.

Bei der Atopie handelt es sich um eine allergische Reaktion auf bestimmte Umwelteinflüsse oder auch Nahrungsstoffe.
Bei älteren Hunden wird sehr oft eine Neigung zum Grauen Star bis hin zur Blindheit beobachtet. Jack Russell Terrier werden im Vergleich zu manch anderen Hunderassen ziemlich alt, was also nicht verwunderlich ist.

Bitte lass dich aber nicht abschrecken von diesen Angaben. In der Regel sind die meisten Hunde kerngesund und bleiben es auch. Bei allen Fragen kannst du dich aber auch immer an Tierärzte wenden. Beim Welpenkauf solltest du dich bei den Züchtern genauestens erkundigen und auch hier Fragen nach den Elterntieren stellen. Bei der Futterwahl solltest du auf eine ausgewogene Ernähung achten. Wir empfehlen daher Doggy Dinner.

Hier noch ein interessantes Youtube-Video rund um die Rasse:

Hundeverband/Hundeverein:
Deutscher Jack Russell Terrier Verband e. V.
Sträters Kotten 10
59071 Hamm
Internet: www.djrtv.de

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